Kosmetik Daun

Seife Daun

Handgemachte Seife DaunIm alltäglichen Sprachgebrauch versteht man unter Seife ein Waschstück, das zur Reinigung des Körpers vorgesehen ist. Schon seit mehreren tausend Jahren benutzen die Menschen sie, um sich oder Gegenstände und Oberflächen zu reinigen. Chemisch betrachtet handelt es sich bei Seife um die Natrium- oder Kaliumsalze von Fettsäure und die Waschwirkung besteht darin, dass die Oberflächenspannung des Wassers reduziert wird und dieses besser an die Oberflächen gelangt. Außerdem werden Fette wasserlöslich gemacht und lassen sich so besser abtragen und mit Wasser wegspülen und entfernen.

Seife

Seifen werden hergestellt, indem Fette, die sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs sein können, mit Lauge gekocht werden.

Die Seifenstücke, die sich heutzutage in den Haushalten finden, enthalten eher wenig wirkliche Seife, da diese die natürliche Schutzbarriere der Haut durch den zu hohen PH Wert schädigt und somit austrocknend und reizend auf die Haut wirken kann. Verschiedene Zusätze, wie Rückfettungsmittel, Hautschutzstoffe und Duftstoffe wurden im Laufe der Zeit beigefügt, um die Seife zusätzlich zu ihrer Reinigungswirkung als dekoratives Kosmetikum nutzbar zu machen.

Es finden sich inzwischen beinahe alle denkbaren Farben, Formen und Duftrichtungen auf dem Markt und es handelt sich bei Seife nicht mehr wie früher um ein Luxusgut, sondern sie ist aus unser aller täglichem Leben nicht mehr wegzudenken.

Handwerkliche Seifenherstellung

Neben den industriellen Verfahren werden, der steigenden Nachfrage nach Naturkosmetik folgend, auch Seifen im Kaltverseifungsverfahren handwerklich hergestellt. Dabei wird den zumeist hochwertigen Fetten, Ölen und Wachsen eine genau abgemessene Menge an Natronlauge beigefügt.

Ziel ist eine unvollständige Verseifung der Fette und Öle, um eine pflegende Wirkung zu erzielen (Überfettung genannt). Da die Zutaten natürlichen Schwankungen unterliegen, wird die notwendige Menge an Natronlauge über die Verseifungszahl berechnet, aber die Überfettung nur grob angegeben, etwa "ca. 7 % Überfettung".

Typischerweise werden diese Seifen als Seifenleim in Blockformen gegossen und anschließend in Stücke geschnitten oder in Silikonformen als Einzelstücke gegossen. Oft werden den Seifen noch Düfte und Farben zugesetzt. Diese Seifen sind oft in Bioläden, auf Handwerker- und Weihnachtsmärkten zu finden und bieten teilweise wegen des Verzichtes auf allergene Bestandteile (künstliche Konservierungsmittel, Duftstoffe und Tenside) für Allergiker eine Alternative zu industriellen Seifen.

Grundsätzlich ist die Herstellung eigener Seifen auch als Hobby möglich, wegen des notwendigen Einsatzes von Natronlauge und teilweise allergen-haltiger Zusatzstoffe (z. B. Parfümölen) jedoch nicht ungefährlich. Im Internet findet ein reger Austausch sowohl gewerblicher als auch reiner Hobby-Seifensieder statt und es gibt eine Reihe von Online-Rechenhilfen zur Bestimmung der nötigen Laugenmenge.